Ein Gefängnis auf den Malediven?

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Die Malediven, der Inbegriff von Traumurlaub. Paradiesische Strände, einsame Sandbänke, luxuriöse Wasserbungalows und Infinity-Pools. Mitten im Paradies liegt allerdings auch ein Gefängnis.

Es ist kurios, dass auf der Einheimischeninsel Maafushi diese Unterkunft der besonderen Art steht. Kurioser ist es allerdings, zu denken, dass es keine Kriminalität gibt und ein Gefängnis nicht nötig sei. Auch diese Beherbergung muss irgendwo stehen.

Das Gefängnis war vor dem Tourismus auf der Insel

Die südliche Spitze der Insel wird von hohen Mauern und Türmen umringt. Lediglich das große Eingangstor, sowie einige hohe Zäune lassen einen Blick in das Innere zu. Viel zu sehen gibt es allerdings nicht: Gebetsplatz, Wäscherei, Block für Wärter und jede Menge Stacheldraht.

Da Urlaub machen, wo andere einsitzen

Getreu diesem Motto ist das Gefängnis eine Art Attraktion für Touristen geworden. Ein Selfie vor dem Eingangstor, ein Bild vom Schriftzug “Maafushi Prison” – dies gehört bei einem Besuch der Insel dazu. Die Insassen quasi Gefangen im Paradies.

Bikiniverbot?

Anders als auf den Resorts, ist es auf den Einheimischeninseln nicht gestattet an den öffentlichen Stränden im Bikini zu baden. Auf Maafushi gibt es dafür einen extra für Touristen separierten Strandabschnitt. Am sogenannten Bikini Beach ist das baden und liegen im Bikini erlaubt. Allgemein ist der nördliche Bereich der Insel den westlichen Gepflogenheiten gegenüber aufgeschlossener. Kurz vom Strand zurück ins Hotel huschen, da haben die jungen Malediver nichts gegen. Der mittlere und südlichere Teil der Insel ist geprägt durch Wohnhäuser, hier sollte man sich an die kulturellen Gegebenheiten der Malediven halten. Schultern und Knie bedeckt – auch für Männer.

Authentizität

Da auf Maafushi überwiegend Malediver leben, erlebt man hier den Alltag des Landes. Verschleierte Frauen schauen ihren Kindern beim spielen zu, Fischer fahren aufs Meer hinaus, bunte Häuser an jeder Ecke, staubige Sandstraßen die von Rollern befahren werden, Souvenirgeschäfte, Lebensmittelmärkte und Bootsbauer.

Wer dieses Spektakel bestaunen möchte, setzt sich in ein Jolly (eine traditionelle Sitzgelegenheit aus Wasserrohren und Netz) und lässt das Treiben auf sich wirken – oder schaut aufs Meer hinaus.

Natürlich wird auch Maafushi immer mehr und mehr vom Tourismus geprägt: viele Gästehäuser, Bau von Hotels, Freizeitaktivitäten. Doch trotzdem bietet die Insel diesen entspannten und doch produktiven Charme.

Backpacker schätzen die Insel, da hier der Lifestyle, die Atmosphäre und Umgebung passen.

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