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GuideMaafushi

Local Island Maafushi

Eine echte Alternative zum Resorturlaub

Mitten in türkisblauem Wasser, zwischen unzähligen Traumstränden und luxuriösen Resortanlagen liegt Maafushi. Doch was ist es, was sie von allen anderen 1.196 Inseln unterscheidet?

Hauptsächlich auf jeden Fall ein Gefängnis. Auf der Insel steht das Staatsgefängnis der Malediven, das Maafushi Prison. Irgendwo müssen ja auch die Kriminellen des Landes einsitzen dürfen. Neben dieser Unterkunft besonderer Art bietet Maafushi vor allem eines: Authentizität.

Die Insel liegt im Süd-Malé-Atoll, rund 27km südlich der Hauptstadt Malé. Übersetzt bedeutet Maafushi “große Insel” und beherbergt rund 2.700 Einwohner. Sie kann etwa 1.200 Touristen beherbergen. Bis zum Ende des Jahres 2017 steigt diese Zahl auf rund 1.600 an. Der Tourismus auf den Einheimischeninseln wurde von der Regierung der Malediven erst im Jahr 2009 liberalisiert. Auf Maafushi wurde das erste Guesthouse in 2010 eröffnet. Seitdem wuchs die Anzahl auf ca. 60 Hotels und Guesthouses an.

Vor der Ausweitung des Tourismussektors lebten die meisten Einheimischen von der Fischerei. Noch heute zählt dieser Wirtschaftszweig, neben dem Tourismus, zur wichtigsten Einnahmequelle der Insel. Im Dezember 2004 wurden weite Teile Maafushi’s durch einen Tsunami zerstört, weshalb die Insel weitestgehend neu aufgebaut werden musste. Nachwehen der Naturkatastrophe sind noch heute ersichtlich; viele neue Gebäude, ein kaputtes Riff auf der Ostseite, an dem sich allerdings auch wieder Korallen und Fische ansiedeln.

Seit einiger Zeit besuchen immer mehr Touristen die Insel. Die Insel lockt vor allem individualreisende und Backpacker an, da der Traum von den Malediven einfach und erschwinglich ist. Die meisten Urlauber haben diese Einheimischeninsel nicht auf dem Schirm.

Ist Urlaub auf Maafushi sicher?

Ein Gefängnis auf der Insel, strenge Sitten des muslimischen Glaubens, Reisewarnungen des Auswärtigen Amts, sowie ungenügende Informationen zu Einreise, Impfungen, Transfer und weiteren obligatorischen Themen stellen dieser Insel eine gewisse Ungewissheit voraus. Das gute an Gefängnissen ist, dass sie alle eine Gemeinsamkeit haben: Insassen sollen dort vorerst nicht herauskommen. Es gibt sie auch in Deutschland. Sie dienen der Gesellschaft und müssen nunmal irgendwo stehen. Der Islam ist die Staatsreligion der Malediven. Du solltest den kulturellen Bräuchen mit Respekt gegenüber auftreten und dich an die Gegebenheiten des Landes anpassen — alles zur Kultur findest Du hier.

An öffentlich zugänglichen Plätzen / Stränden solltest Du nicht nur im Bikini oder Shorts bekleidet sein. Am extra für Touristen abgetrennten und mit einem Sichtschutz aus Palmenblättern eingerichteten Bikinibeach ist das baden in europäischer Badebekleidung allerdings erlaubt – also kein Grund zur Sorge! Hotels oder Guesthouses, welche direkt am Strand liegen sehen es auch nicht zu kritisch.

Weiterhin gilt ein strenges Alkoholverbot auf den Einheimischeninseln! Wo auf Resorts die Korken knallen können, gibt es lediglich alkoholfreies Bier in den Shops von Maafushi. Wer während seinem Aufenthalt nicht auf %-haltige Getränke verzichten kann, findet vor dem Hafen Maafushi’s eine Art “Schiffs-Bar”. Dort ist der Verzehr von Alkohol kein Problem (oder Alternativ einen Ausflug auf eine der unzähligen Resort-Inseln buchen)

Auch Schweinefleisch findest Du auf Speisekarten der Restaurants vergeblich. Eine breite Auswahl an Fisch, Meeresfrüchten und Huhn oder Rindfleisch bieten aber genug Abwechslung. Die maledivische Küche ist eher bodenständig als originell. Viele Dinge müssen aus Sri Lanka oder Indien teuer importiert werden. Informationen zum Thema Einreise, Impfungen, Transfer und weiteren Themen findest du in unserem Guide.

Authentizität – Die echten Malediven

Wer einen Fuß auf die Insel setzt verliebt sich hier. Das typisch maledivische Leben lädt zum mitmachen ein. Abseits von Bungalows auf dem Wasser begrüßen Dich hier bunte Häuser, Straßen aus Sand, Mopeds, kleine Geschäfte, der gemütliche Hafen und viele kleine Guesthouses. Die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Menschen ist sehr groß. Ein Grüßen der Touristen durch ein nettes “Hello” gehört für die Einheimischen dazu. Ohne aufdringlich zu sein fragen viele Malediver einem nach dem Wohl ergehen und wünschen einen schönen Tag.

Ob Einheimischen Handwerkern beim Bau eines Dhoni, einem traditionellen maledivischen Transportmittel, zusehen oder einfach in einem Jolly, einer aus Wasserrohren und Netz zusammengebauten Sitzgelegenheit, entspannen.

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